Kallinikos, Metropolit von Edessa

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Gedächtnis: 8. August

Der heilige Hierarch Kallinikos (Poulos) von Edessa wurde im Jahr 1919 im Dorf Sitaralona in Ätolien geboren. Schon früh zeigte sich seine tiefe Frömmigkeit und Liebe zur Kirche. Er studierte Theologie an der Universität Athen und zeichnete sich durch geistliche Reife, Demut und pastoralen Eifer aus. Im Jahr 1957 empfing er die Diakons- und anschließend die Priesterweihe durch die Hand seines leiblichen Bruders, Metropolit Konstantinos von Didymoteicho. In der Metropolie von Aitolien und Akarnanien wirkte er mit Hingabe als Sekretär, Prediger und Protosynkellos.

Am 25. Juni 1967 wurde er zum Metropoliten von Edessa, Pella und Almopia gewählt und im gleichen Jahr geweiht. Während seiner nahezu zwei Jahrzehnte dauernden Amtszeit als Hierarch zeichnete er sich durch geistliche Klugheit, unerschütterlichen Glauben und große Menschenliebe aus. Er war bekannt für seine Milde, seine stille Heiligkeit und seine bedingungslose Freigebigkeit gegenüber Bedürftigen. Zahlreiche Armenhilfen, karitative Initiativen und persönliche Spenden zeugen von seinem barmherzigen Wirken.

Der heilige Kallinikos war ein Mann des Gebets und der inneren Sammlung, ein wahrer Vater der Gläubigen. Sein ganzes Leben war durchdrungen vom Geist der Demut. Kurz vor seinem seligen Entschlafen sprach er die tief bewegenden Worte: „Ich bin ein sündiger Bischof, aber ich liebe Gott und die Kirche.“

Er entschlief friedlich in der Hoffnung auf die Auferstehung am 7. August 1984. Die Liebe und Verehrung des Volkes für seinen Bischof wuchs auch nach seinem Tod stetig. Sein Grab wurde zu einem Ort des Gebets und der geistlichen Zuflucht. Aufgrund seines heiligen Lebens, seines segensreichen Wirkens und zahlreicher Zeugnisse über seine Fürsprache wurde er am 24. Juni 2020 durch den Heiligen Synod des Ökumenischen Patriarchats verherrlicht.

Reliquien

im deutschsprachigen Raum können in folgenden Kirchen Reliquien verehrt werden:

  • griechisch orthodoxes Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee (Österreich)
  • griechisch orthodoxe Kirchengemeinde zum hl. Nikolaus in Iserlohn (Deutschland)

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Gebete

Troparion (1. Ton)

Den Hirten von Edessa, den allseits gepriesenen Hierarchen und die strahlende Zierde der ganzen Kirche, Kallinikos, den Führer des Klerus und der Laien, lasset uns, o ihr Gläubigen, ehren als einen, der unablässig Fürsprache einlegt für jene, welche laut rufen: Ehre sei Christus, der dich verherrlichte; Ehre sei Ihm, der dich geführt hat, Ehre sei Ihm, der uns durch dich Heilung für alle gewährt.

Kondakion (2. Ton)

O Kallinikos, den Nachahmer des Erlösers und den vollkommenen Hirten von Edessa und die Zierde der ganzen Kirche, lasst uns loben, ihr alle, die ihr die Heiligen liebt, denn er hat sich als unsere Stütze erwiesen.